Gedanke
Der Mensch kann mit Worten das eigene Wesen bezeugen. Dazu wäre uns die Sprache gegeben. Sie eignet sich dafür. Ich habe davon bereits ausgiebig Gebrauch gemacht. Viele meiner Texte handeln davon, wie ich mich verstanden habe und was für mich von Wert ist.
Mit den bereits aufgeschriebenen Gedanken kann ich umgehen. Diese Worte gewichte ich. Manches Gefühl kommt da bei mir auf, wenn ich sie lese. Das erinnert mich an frühere Momente meines Lebens. Im Nachgang dieser Erfahrungen erarbeite ich etwas, das darauf aufbaut. Damit wird ein Progress für mich möglich.
So habe ich sichtbar gemacht, was ich gedacht habe. Es sollte greifbar sein, was ich mir gut vorstellen kann. Ich möchte die Vision von mir klären, aber ich will sie auch haben. Was mich ausmacht, sollte seinen Glanz haben. Es sollte auch vibrieren.
Mit eigener Stimme summe und brumme ich mannigfach. Ich binde meine Worte in dieses Gefüge ein. Alles erhält so seinen Klang und seine Färbung. Dann gedeiht etwas bei mir. Mit der Zeit sind so die Werke entstanden, die mir selbst genügt haben.
Das Erleben dieser Dinge ist mir zugänglich. Was richtig gewesen ist, wird gut sein.
Ich mache Gebrauch von den Worten und spreche etwas aus. Dabei überkommt mich ihre Kraft. Erst einmal ist alles vergangen, dann kommt es wieder. Das Gute mehrt das Gute. Die Substanz ist einer der Schlüssel zu den Dingen, die ich kenne.
In mir ist Schatten und Licht. Die Strömungen an mir ändern mein Verhalten. Mit Hingabe setze ich die eigenen Worte ein, bilde Werke, erhalte Werte. Was stimmig ist, sollte das für alle Zeiten sein.
Unser Weg ist einfach. Die Klarheit kommt von sich aus zum Tragen.
Gedanke
Letzten Endes sollte es nicht einfach eine Technik sein, die ich anwende, wenn ich etwas tun möchte, sondern mein Handeln sollte auf menschliche Art beseelt sein. Dieser Anforderung möchte ich gerne gerecht werden und habe darum alles übertriebene Einstudieren von Haltungen und Formen frühzeitig in meinem Leben aufgegeben.
Es sollte manche Gelegenheit zur Selbstbestimmung bestehen. Da setze ich mich für die Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität der Menschen ein, indem ich sie für mich erhalte. Ich mache das Gleiche auch für andere. Die eigene Lebensweise sollte dafür maßgeblich sein. Es ist mir wichtig, dass ich frei wählen kann, was für mich gut ist.
Das möchte unser Dasein begünstigen. Ein Anrecht darauf, gut zu leben, braucht sich niemand zu verdienen. Man ist von Natur aus zu einem Dasein als Mensch berechtigt und darf sich auch entsprechend verhalten.
Dokumentation
Feuerstätten haben mich stets fasziniert. Sei das nun eine Esse in der Schmiede oder das Lagerfeuer in der freien Natur, ich bin dort gerne zugegen gewesen. In der Nähe des Feuers fühle ich mich wohl. Manche mit Büchern verbrachte Stunden sind nicht annähernd so interessant gewesen wie das Feuer in diesen Zeiten, auch wenn das Lesen ebenfalls schön ist. Der Umgang mit den Büchern meiner Bibliothek inspiriert mich, aber das Licht des Feuers hat bewirkt, dass ich das Leben besonders achte.
Zwischen der Erinnerung an einen Feuerschein und der Wahrnehmung der inspirierten Gedankenwelt von mir wechsle ich gerne hin und her, wenn ich über mein Dasein nachdenke. Das macht mein Leben zu einem guten Teil aus. Der Begriff dieser Dinge hat mir die Macht verliehen, die ich brauche, um mich an diese Zustände wieder erinnern zu können. Davon mache ich im Alltag tatsächlich reichlich Gebrauch.
Ich habe inzwischen schon vieles niedergeschrieben. Dabei bekunde ich, was mich ausmacht. Das mache ich, damit ich irgendwann einen Stoff haben werde, von dem ich zehren kann.
Mit Sicherheit kann ich sagen, dass die geschriebenen Worte mehr bedeuten als nur die Arbeit daran. Aber das ist auch eine Aufgabe. Im Mindesten lernt man durch die Erstellung einer eigenen Literatur, wie man sich auf geeignete Weise ausdrückt. Da erscheinen die eigenen Werke mit einem Mal bündig und gefügt, sobald man die grammatischen Bezüge richtig angelegt hat.
So sind sie gegeben, darum wird auch etwas davon wahr sein.
Erkenntnis
Da sind das Ziehen und Drücken der Welt. So etwas nehme ich an mir, aber auch an allen anderen Leuten wahr. Alle Menschen haben zu kämpfen. Dieses Dasein ist schwer. Wir suchen noch nach Wegen, um das eigene Leben mit Glück zu erfüllen.
Als Schreiber habe ich das Meinige weitgehend abgesichert, weil mir das wichtig erscheint. Das habe ich gerne getan. Dabei habe ich meine Vision aufgebaut. Sie hat sich im Laufe der Zeit bei mir von sich aus ergeben. Ich würde nicht sagen können, welchen Schalter ich dazu betätigt habe. Aber ich erfahre mein Dasein auf intensive Weise.
Etwas Geschriebenes sollte dafür tauglich sein, zu berücksichtigen, was uns Menschen vorgegeben worden ist. Davon sprechen wir. Das Gesprochene wiederum schreiben wir danach in anderer Form auf. Es drückt das eigene Wort etwas aus, was bestenfalls auch morgen noch etwas bedeuten wird.
Das Wesen der Worte kenne ich gut. Die Lüge steht neben der Wahrheit und hat sie mitunter sogar übertroffen. Die Bedeutung eines Gerüchts wird umso mächtiger sein, je erlogener es sein wird. Beliebig sollten meine Schriften nicht ausfallen. Es würde mir nicht egal sein, was die Zukunft bringen wird. Darum baue ich ein Werk auf, an dem ich wachsen kann. Was mir klar geworden ist, das möchte ich benennen.
Impuls
Jeder Mensch hat im Grunde das Gleiche zu sagen, weil das Dasein in dieser Welt eigentlich für alle das Gleiche ist. Doch die Position, die ein Mensch im Laufe seines Lebens einnimmt, prägt sein Handeln auf spezielle Weise. Das legt ihn fest.
Da lasse ich alle Dinge so sein, wie sie mir erschienen sind. Ich führe ein einfaches und anständiges Leben. Redlich bin ich gerne. Ich nehme anderen Leuten nichts weg. Was sie für sich brauchen, habe ich ihnen zugestanden. Ich habe auch nichts davon schlecht gemacht.
Den Menschen ist gewiss das Bewusstsein zuteil, dass sie die Macht der Selbstbeherrschung besitzen. Dabei ist gerade die Begrenzung dieser Sache auf ihre Dinge der Garant für ihren Erfolg. Was die Leute gut kennen, verstehen sie auch, wenn es nicht zu groß für sie ausgefallen ist. Mir ist es nicht anders ergangen.
Da beschaue und spreche ich davon, was dieses Dasein für einen Wert hat. Nichts anderes ist für mich bestimmt. Darüber hinaus brauche ich nichts weiteres, um mich im Leben zu behaupten.
Jeder Mensch hat Anteil am Geschick der gesamten Menschheit durch seine Rolle. Auch ich möchte mich behaupten und etwas gewinnen. Da das Dasein in dieser Hinsicht für alle Menschen gleich ist, habe ich mich danach zu richten, dass ich meiner Rolle gerecht werden muss. Sie wird frei gewählt sein, aber wenn sie das einmal ist, stellt sie eine Verpflichtung dar. Es sollte jedem klar sein, dass sich unser Handeln auswirkt und im Nachhinein zur Bedingung für uns wird.
Der Mensch bildet sein Werk analog zu seinem Erleben. Er gewinnt dabei etwas Gutes. Sein Bild wird klar. Die eigene Vorstellung von dieser Aufgabe wird mit der Zeit und der Erfahrung besser umsetzbar für ihn. Er ist damit vertraut, etwas zu tun. Er kennt, was ihm zu eigen ist. Darum kann er etwas wahrmachen, was zu ihm gehört. Jeder Einzelne von uns vermag so etwas zu leisten.
Impuls
Wenn ich mich mit Freunden treffe, hat das zuweilen einen besonderen Wert für mich. Ich kenne sie gut. Was ich mit ihnen erlebe, das baut darauf auf.
Impuls
Als Schreiber sollte ich letztendlich einmal etwas erzeugen, das auch für andere Leute von Wert sein wird. Wenigstens für mich selbst sollte es jetzt schon brauchbar sein.
Da arbeite ich an meinen Schriften und halte sie leserlich. Was ich davon geändert habe, ist in meinen Augen auch immer zurecht so zu behandeln gewesen. Was ich mir erhalten will, das bringe ich in Ordnung. Es bedeutet mir etwas.
Gedicht
Leben - Lebendigkeit erleben.
Leben lassen, Leben bilden, das Lebendige formen.
Lass alles zu. Lass alles sein, wie es ist.
Es sollte dazu kommen, dass etwas geschieht.
Etwas geschieht auch mit Dir.
Gedanke
Eine der Schwierigkeiten beim Erlernen des Yoga ist die Erforderlichkeit seiner Integration in den Lebensalltag von uns.
Sich mit dem Üben von Haltungen, Posituren und Bewegungsabfolgen aus dem Gebiet des Yoga auszukennen, kann zuweilen sehr wertvoll für einen Menschen sein. Dabei lernt er sich selbst kennen und kann etwas mit sich anfangen.
Impuls
Es ist im Leben von uns Menschen immer wieder auch um den Abgleich unserer Kenntnisse gegangen. Da haben wir die Wahrheit hochgehalten und uns zu ihr in ein würdiges Verhältnis gesetzt.
Sprachgestaltung
He Du. Ja, Du da.
Wo bist denn Du?
Gott sei Dank, ich treffe Dich an.
Das freut mich. Dann macht es mir endlich wieder Spaß.
Kenne ich Dich erst einmal gut, lernst auch Du mich besser kennen.
Man sollte nicht davor wegrennen, sondern sich verstehen.
Wir haben beide schon manchen Mist erlebt und doch etwas geschafft.
Gut soll da sein, was uns gegeben ist.
Damit besteht Frieden.
Du bist ein mir gern gesehener Gast.
Gedanke
Wir haben allesamt ein Wesen zu eigen, das uns den Zugang zu den Gemeinschaften dieser Welt ermöglicht. Wir sollten uns selbst den dafür erforderlichen Raum zugestehen, den wir für ein gutes Leben von uns brauchen.
Verzichtet man, lässt sich das schnell umsetzen. Doch dann geht man leer aus.
Impuls
Ich wende einen anderen Code auf mich selbst an, als dies allgemein bei den Menschen üblich ist.
Meine Form spreche ich direkt an und achte darauf, dass sich meine Einflußnahme unmittelbar auswirkt.
Dokumentation
Ich möchte den anderen Leuten die Gelegenheit dazu geben, mich richtig zu verstehen. Darum spreche ich überhaupt von meinen Dingen. Darum habe ich das alles entstehen lassen und wahr gemacht. In eindeutiger Weise nenne ich, was ich kenne, und schaffen so die Basis für mein Wirken.
Diese Basis habe ich in der Zwischenzeit weiter ausgebaut.
Irgendwann habe ich mich getraut, auch von jenen Dingen zu schreiben, die in meinem Leben schrecklich gewesen sind. Dann sind diese Bücher entstanden, die von mir stammen. Die ‘Kosmologie des Morgengrauens’ ist eine, die vornehmlich am frühen Morgen aufgeschrieben worden ist.
Ich gehe davon aus, dass diese Welt auch für andere so ist, wie sie für mich besteht. Sie braucht keine Berechtigungen. Das Ganze war zuerst da. Nur weil sie so ist, wie sie heute noch besteht, hat es überhaupt eine Chance gegeben, dass wir Menschen so werden, wie wir jetzt sind.
Entsprechend habe ich von eigenen Schwächen und Irrwegen gesprochen, weil es sie gegeben hat, als ich dieses Buch erstellt habe. Das ist erst einmal nichts gewesen, für das man seine Mitmenschen begeistern kann.